Jahresbericht 2019 Und Newsletter Nr. 13

Jahresbericht 2019 und Newsletter Nr. 13

Das Corona-Virus legt viele Bereiche der Schweiz still. Auch wir mussten viele Weiterbildungen, Veranstaltungen und Sitzungen absagen. Aktuell gibt es Zeit, uns zu sortieren, etwas aufzuräumen und dabei auf ein bereicherndes und abwechslungsreiches 2019 zurück zu blicken.

Ein Highlight in der 16-jährigen Geschichte der Fachstelle kindsverlust.ch: Am 31. Oktober 2019 führten wir unter dem Titel «Wenn Geburt und Tod zusammenfallen – Was hilft Eltern, wenn ihr Kind stirbt?» zum ersten Mal eine interprofessionelle Fachtagung ausschliesslich zum Thema früher Kindsverlust durch mit 400 Teilnehmern durch. Dabei sind wir bereits in Planung der nächsten Fachtagung – seid also gespannt, wir werden sobald als möglich informieren!

Das kostenlose Beratungsangebot von kindsverlust.ch wurde im 2019 wieder sehr rege genutzt und erreichte mit 413 Beratungen (plus 36) einen neuen Höchststand! Der Beratungsdienst von kindsverlust.ch steht dabei nicht nur betroffenen Familien zur Verfügung, sondern auch begleitenden Fachpersonen.

Auch auf der Webseite der Fachstelle www.kindsverlust.ch stehen vielfältige Informationen für betroffene Familien und begleitende Fachpersonen zur Verfügung. Die Webseite leistet so ebenfalls einen Teil an Beratung und Informationsvermittlung. Auch dieser wurde im 2019 mit fast 14 000 Webseiten-Besucher/innen sehr rege genutzt.

Seit Frühling 2019 bieten wir Eltern, deren Kind gestorben ist, ein neues Angebot für den Austausch mit anderen betroffenen Müttern und Vätern und zur Orientierung für den eigenen Weg an. In geschlossenen Gruppen treffen sich maximal zehn Personen an vier Abenden mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Die Gruppen werden begleitet von erfahrenen Fachpersonen, die selber auch ein Kind verloren haben. Die Gesprächsgruppen wurden im 2019 in Bern, Zürich, Basel, St. Gallen und Winterthur angeboten und acht Gruppen à je vier Treffen wurden durchgeführt. Im 2020 kommen zu den bisherigen Standorten weiter die Städte Luzern und Visp (Oberwallis) dazu. Alle Informationen zu unseren begleiteten Gesprächsgruppen finden Sie hier.

Verschiedene Studien zeigen auf, dass Frauen eine frühe Fehlgeburt besser verarbeiten können, wenn sie klare Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten erhalten und eine informierte Wahl zum weiteren Vorgehen treffen können. Aus diesem Grund hat die Fachstelle kindsverlust.ch im Oktober 2019 eine neue Info-Broschüre über mögliche Wege nach der Diagnose einer frühen Fehlgeburt (bis zur vollendeten 12. SSW) herausgegeben. Die Broschüre richtet sich an betroffene Frauen und Männer, Fachpersonen und Interessierte. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe SGGG und dem Schweizerischen Hebammenverband SHV erarbeitet und trägt das Logo beider Verbände. Die Broschüre ist gedacht für die Abgabe an betroffene Frauen und Familien in Spitälern und Praxen.

Ausserdem im 2019 durften wir den grössten Neuzuwachs an Mitgliedern seit Vereinsbestehen erleben. Mit 145 neuen Mitglieder erreichen wir per 31.12.2019 ein Total von 718 Vereinsmitgliedern! Herzlichen Dank allen neuen und langjährigen Mitgliedern!

Lesen Sie hier den ganzen Jahresbericht 2019.

In unseren ersten Newsletter 2020 „laufend gemeinsam unterwegs“ erfahren Sie zudem, welche spannende Projekte wir geplant haben.

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