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AUSGEBUCHT – Vorgeburtliche Diagnostik und ihre Konsequenzen
Herausforderungen – Grenzüberschreitungen – Verantwortung (2020)

29. Oktober 2020 - 30. Oktober 2020

Ein interdisziplinäres Seminar

Die Schwangerschaft ist eine Phase des Übergangs, eine physiologische Krise, die Neugier und Ängste auslöst und nach einer sicherheits-spendenden Begleitung verlangt. Die Konfrontation mit vorgeburtlichen Untersuchungen und die Gedanken an mögliche Krankheiten des Kindes fallen in diese sensible Zeit. Die Feststellung, dass ihr Kind eine schwere Erkrankung hat, erschüttert die Eltern. In der Regel wird bereits da die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs genannt. In der weiteren Begleitung erleben wir die Konsequenzen, wenn die Eltern nicht die Chance hatten, alle Möglichkeiten auszuloten, weil es – auch für die Begleitenden – zu schmerzlich erschien, die Fassungslosigkeit erst einmal zuzulassen.

Was brauchen die Eltern in diesen existentiellen Situationen, um verantwortliche Entscheidungen zu treffen? Was ist unsere Aufgabe als Fachperson in dieser Krise? Und wie geht es uns in einem Arbeitsalltag, in dem Grenzüberschreitungen inzwischen zur Normalität gehören?

Ziele

Die Teilnehmenden

  • erkennen die Wirkungen der Pränataldiagnostik auf die werdenden Eltern, auf die Fachleute und auf die Gesellschaft
  • erkennen die Individualität der Bewältigungsstrategien von Eltern und beteiligten Fachleuten und deren möglichen Konsequenzen
  • reflektieren ihre eigene Haltung, Erfahrungen und Umgangsstrategien
  • erweitern ihre Beratungskompetenz
  • sind sensibilisiert für das Thema während des gesamten Kontinuums

 

Inhalt

  • Pränataldiagnostik – persönliche, berufspolitische, gesellschaftliche und ethische Dimensionen
  • Der Prozess von Schock, Realisieren und Bewältigen
  • Mythos „Wählen können“ und „Entscheiden müssen“
  • Professionell und verantwortlich handeln – was bedeutet das?
  • Betreuungsstruktur im klinischen und ambulanten Bereich und deren Entwicklungspotentiale

 

Arbeitsmethoden

Inputreferate, Reflexion, Übungssequenzen anhand von Fallbeispielen

 

Zielgruppe

Freiberufliche und in Kliniken tätige Hebammen und Pflegefachfrauen, Ärztinnen und Ärzte, Beraterinnen von Familienplanungsstellen, Seelsorgerinnen und Seelsorger und weitere interessierte Fachpersonen

 

Kursleitung

Dr. Angelica Ensel, Hebamme, promovierte Ethnologin, Dozentin für Ethik & Anthropologie an der HAW Hamburg sowie zu Hebammenthemen in der Aus- und Fortbildung, Beratung zu PND, Redakteurin DHZ

 

Franziska Maurer, Hebamme MSc, Therapeutin & Dozentin, Lehrbeauftragte von kindsverlust.ch und in eigener Praxis tätig

 

Datum / Ort

29. und 30. Oktober 2020, 09:30 – 17:00 Uhr

in Bern (genaue Angaben folgen nach der Anmeldung)

 

Kurskosten

Für Mitglieder: CHF 540.-

Für Nicht-Mitglieder: CHF 680.-

 

Anzahl Teilnehmende

12 – 20 Personen

 

Anmeldeschluss

25. September 2020

Anmeldung

Der Kurs ist bereits ausgebucht. 

Details

Beginn:
29. Oktober 2020
Ende:
30. Oktober 2020
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Bern
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