Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Austauschtagung für Eltern von früh verstorbenen Kindern und begleitende Fachpersonen

29. Oktober 2022 von 9:30 - 17:00

Seifenblasen
Slide One - copy

Austauschtagung für Eltern von früh verstorbenen Kindern und begleitende Fachpersonen

Slide One - copy

Austauschtagung für Eltern von früh verstorbenen Kindern und begleitende Fachpersonen

previous arrow
next arrow

Raum für Austausch und Vernetzung – Teilen von Erfahrungen – Inputs von Fachleuten – Reflexion der persönlichen Situation

Herzlich eingeladen sind Mütter, Väter und Angehörige, deren Kind in der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verstorben ist, und Fachpersonen, welche die Familien begleiten.

Rahmenprogramm

9.30                      Türöffnung

10.00                     Eröffnungsreferat & Einstiegsritual

11.00                     Kaffeepause

11.15                     Workshops 1-6 / Teil 1 (parallel zu den Workshops: Begegnungsraum für freie Gespräche und Vernetzung)

12.30                     Mittagessen

14.00                     Workshops 1-6 / Teil 2: Möglichkeit, einen weiteren Workshop zu besuchen (oder: Begegnungsraum für freie Gespräche und Vernetzung)

15.15                     Kaffeepause

15.45                     Austausch im Plenum

16.15                     Ausklang

Informationen zu den einzelnen Workshops

Die Einteilung der Workshops erfolgt gemeinsam vor Ort.

Workshop 1 I Familientrauer - Geschwistertrauer

Leitung: Christine Röthenmund

Der Tod eines Kindes bringt das ganze Familiensystem aus dem Gleichgewicht. Die zurückbleibenden Geschwister erleben neben dem Verlust der Schwester/des Bruders gleichzeitig, wie sich die Eltern verändern und oft nicht die Kraft haben, sich ihnen entsprechend zuzuwenden. Kinder haben je nach Alter verschiedene Vorstellungen vom Sterben und vom Tod und drücken ihre Gefühle vielfältig aus. Eltern verspüren oftmals Unsicherheit, wie sie mit ihren zurückgebliebenen und auch mit ihren nachfolgenden Kindern in Bezug auf das gestorbene Geschwisterkind umgehen sollen.

Unter Umständen verändern sich die vertrauten Rollen und die Beziehungsstruktur der Eltern. In diesem Workshop beschäftigen wir uns unter anderem mit den Fragen: was brauchen Kinder in ihrer Trauer? Wie können sie ihre vielfältigen Gefühle ausdrücken? Wie können die Eltern dem verstorbenen Kind im Alltag einen Platz geben und es im Jahreskreis der Familie miteinbeziehen?

Was gibt Orientierung und Halt in der Paarbeziehung?

Workshop 2 I ….ein nächstes Kind

Leitung: Marie Christine Gassmann

Impulse und Austausch zu den Themen rund um eine nächste Schwangerschaft, ein nächstes Kind. Wir betrachten den Kinderwunsch, die Schwangerschaft und die Ankunft eines Kindes aus verschiedenen Perspektiven:
Was sagt der Kopf, das Herz, der Bauch? Was sagt die Angst und was die Liebe? Was sagt die Frau, der Mann, ….was sagt das Kind?

Und was ist, wenn kein nächstes Kind kommt?

…die Suche nach Sicherheit und das Vertrauen ins Leben.

Workshop 3 I Rituale für Eltern im Alltag

Leitung: Astrid Fasching

Wenn das eigene Kind stirbt, erschüttert dies die Eltern zutiefst und existentiell. Gefühle wie Ohnmacht, Wut, Trauer, Liebe, Schuld sind intensiv und in neuen Dimensionen spürbar. Diesen Gefühlen Beachtung zu schenken und einen Platz zu geben, kann wichtig für das Weiterleben sein. Rituale bieten eine wertvolle Möglichkeit, Veränderungen und Gefühle fass- und sichtbar zu machen.

Mit Hilfe von Ritualen können wir aussprechen, was noch hätte gesagt werden wollen. So können Gefühle von innen nach aussen getragen werden und das Erlebte kann ins Leben integriert werden. Dankbarkeit darüber, was sein durfte und die Freude am Leben dürfen zurückkehren.

Zusammen werden wir ein Ritual durchführen und Sie erhalten Ideen, wie Sie weitere Rituale zuhause anwenden können.

Workshop 4 I Betroffene Eltern und die Paarbeziehung: Belastungen erkennen und Ressourcen mobilisieren

Leitung: Felix Schmitz / André Zorn

«Sicher ist Sprache nicht alles, aber ebenso sicher ist ohne Sprache alles nichts» (Michael Moeller) Die Paarbeziehung wird durch den Tod gemeinsamer Kinder vor Herausforderungen gestellt. So ist es nur sehr selten möglich, im gleichen Rhythmus auf die gleiche Art zu erleben und zu verarbeiten. Das kann, darf oder muss vielleicht so sein. Dennoch kann ein Mangel an Kommunikation vor diesem Hintergrund isolierend wirken und zur Belastung werden. Deshalb – und aus unzähligen weiteren Gründen – kann es wichtig sein, wesentlich miteinander zu reden; um verstanden zu werden; um sich verständlich zu machen; um einander miterleben zu können. Letztlich ist unser Partner bzw. unsere Partnerin eine zentrale Ressource im Umgang mit der Verlusterfahrung und dem Schmerz sowie der Gestaltung des Elternseins und der Liebe zum gestorbenen Kind.

Dieser Workshop richtet sich an Paare. Betroffene Mütter und Väter bzw. Fachpersonen fühlen sich bitte auch ohne Partner:in eingeladen. Unter dem Motto «Reden tut not» möchten wir, André Zorn und Felix Schmitz, die Methode des Zwiegesprächs veranschaulichen und Sie ausprobieren lassen, wie Sie sich als Paar damit Räume schaffen können, um einander zu begegnen und zu erleben, um Belastungen erkennbar zu machen und Ressourcen wertzuschätzen und zu mobilisieren.

Workshop 5 I Schutz und Begleitung nach dem letzten Atemzug- Seelengeleitet mit Liebe

Leitung: Basilissa Jessberger

Bis zum letzten Atemzug ist in den letzten Jahren wieder viel entstanden an liebevollem Bewusstsein und damit an Möglichkeiten des Gestaltens dieses Lebensabschnitts. Aber wann ist diese Reise der Seele denn wirklich zu Ende, wie lange braucht sie unseren Schutz, unsere Liebe und unsere Begleitung?

In diesem Workshop werden wir uns damit beschäftigen, was auf der Seelenebene nach dem letzten Atemzug bis zur Beerdigung geschieht, wie wir diesen Übergang von lieben Verstobenen bis zur Hülle, die wir dann beerdigen können, wahrnehmen, begleiten, beschützen und liebevoll gestalten können mit rituellen Waschungen, Segnungen, der Totenwache und dem Schutzraum bis zur Beerdigung.

Dieser Workshop richtet sich auch an Fachpersonen, die verstorbene Kinder und deren Eltern nach dem Versterben des Kindes begleiten.

Workshop 6 I Frühe Fehlgeburt – darf ich dennoch um mein Kind trauern?

Leitung: Barbara Fiorucci

Viele Frauen erleben im Verlaufe ihres Lebens eine oder mehrere Fehlgeburten, oftmals sehr früh in der Schwangerschaft. Diese Kinder existieren häufig erst im engsten Familienkreis. Auch wird oftmals über eine Schwangerschaft erst nach Ablauf des ersten Schwangerschaftsdrittels gesprochen. Weshalb wohl und was bedeutet dies für die betroffenen Frauen und Männer?

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, wie sich der Verlust auf das weitere Leben und die Familie auswirkt:

Wie trauern, auch wenn das Kind kaum oder noch nicht spürbar war? Darf ich überhaupt trauern? Wie kann die Trauer gelebt werden?

Anmeldung

    Ich bin bereits Mitglied des Trägervereins
    JaNein

    Kosten & Anmeldeschluss

    Kosten pro Person:

    Für Vereinsmitglieder kindsverlust.ch CHF 30.-
    Für Nicht-Mitglieder CHF 90.-/
    (Kaffeepausen und Mittagessen inklusive)

    Anmeldeschluss 10.9.22.

    Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

    Flyer kann hier bestellt werden.

    Austauschtagung 2022

    Details

    Datum:
    29. Oktober 2022
    Zeit:
    9:30 - 17:00
    Veranstaltungskategorien:
    , ,

    Veranstaltungsort

    Walkerhaus Bern
    Belpstrasse 24
    Bern, BE 3007 Schweiz
    Google Karte anzeigen
    Webseite:
    https://www.walkerhaus.ch/