«Wir sind nicht allein mit unserer Trauer»
Voller guter Hoffnung war Sandras erste Schwangerschaft. Und die Vorfreude war doppelt: Zwillinge. Doch dann, nach den ersten Kontrollen war klar: Die beiden Töchter wachsen ungleich.
Nach einer Laserbehandlung, die erfolgreich schien, fühlte sich Sandra kurz vor Vollendung der 23. Schwangerschaftswoche auf der sicheren Seite. Jetzt würde alles gut werden: Yara und Elin gesund zur Welt kommen. Doch dann geschah das Unerwartete: Ein Blasensprung. Beide Töchter starben noch unter der Geburt.
Voller Schmerz empfangen und verabschieden die Eltern ihre beiden Töchter. Mutter Sandra war es von Anfang an wichtig, viel Zeit mit den Kleinen zu haben, dem Abschied und der Trauer viel Raum zu geben. Im Regenbogenzimmer des Spitals besuchen Familie und Freunde die verstorbenen Kinder, um sie willkommen zu heissen und zu verabschieden.
Betreut und bestärkt durch ihre Beleghebamme wusste Sandra, wie wichtig es ist, auf sich und die eigenen Bedürfnisse zu hören. Sie empfiehlt Sandra den Kontakt zum Beratungsteam der Fachstelle kindsverlust.ch.
Die Beraterin von kindsverlust.ch vermittelt eine Fachperson aus der Region. «Für mich war es das Wichtigste überhaupt, von der auf frühen Kindsverlust spezialisierten Hebamme begleitet worden zu sein in meiner Trauer und den körperlichen Prozessen.»
«Du hast das Gefühl mit deiner Geschichte allein auf der Welt zu sein. Aber das bist du nicht.» Heute feiert die vierköpfige Familie den Geburts- und Todestag von Yara und Elin. Und manchmal, wenn Sandra zurückdenkt, dann fragt sie sich: «Warum und wieso sind unsere Kinder gestorben?»
Wenn ein Kind früh stirbt, geraten Eltern in eine Ausnahmesituation. In diesen Momenten sind wir als Fachstelle da: Mit kostenloser Beratung per Telefon und Mail. Mit einfühlsamer Unterstützung. Und mit fachlicher Sensibilisierung in Spitälern und Praxen. Damit betroffene Mütter, Väter und Angehörige nicht allein sind, wenn ihre Welt stillsteht.
Seit über 20 Jahren stehen wir gemeinsam mit Menschen wie Ihnen an der Seite der Familien. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir weiterhin für betroffene Eltern da sein können.
Mit grossem Dank im Namen verwaister Mütter und Väter
Anna Margareta Neff Seitz
Leiterin kindsverlust.ch



