DOK NZZ Format 16.12.21 Um 23 Uhr Auf SRF 1: „Gute Hoffnung, Jähes Ende“

DOK NZZ Format 16.12.21 um 23 Uhr auf SRF 1: „Gute Hoffnung, jähes Ende“

„Gute Hoffnung, jähes Ende“ – ein Dokumentationsfilm NZZ Format am 16.12.21 um 23 Uhr auf SRF 1
Wiederholung am 19.12. um 17:15 Uhr und 20.12. um 11:40 Uhr jeweils auf SRF info. Der Film ist zudem 1 Woche in der Mediathek anzusehen: Link zum TV Programm
Der Film anschliessend hier als DVD bestellt werden.
 
Mindestens jede sechste Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt. Aber viele Frauen trauen sich nicht, offen darüber zu sprechen. Denn oft erkennt das Umfeld nicht die Tragweite des Verlusts, begegnet den betroffenen Frauen und Männern nicht als trauernde Eltern, die ihr Kind verloren haben.
 
Diese behalten ihre Gefühle für sich, viele empfinden Scham und fühlen sich allein gelassen.
 
Für Mediziner sind Fehlgeburten an der Tagesordnung. Die Natur ist verschwenderisch, nicht alle Embryos wachsen zu lebensfähigen Kindern heran. Grund dafür sind oft Entwicklungsstörungen. Kommt es dann zu einer Fehlgeburt, greift in Praxen und Kliniken oft ein Automatismus: schnell behandeln, schnell operativ entfernen. Angemessen auf den Schock der betroffenen Frau zu reagieren, den Kinds-Verlust anzuerkennen und in Ruhe zu informieren – dafür fehlt oft das Wissen und auch die Zeit. Dabei kommen Paare, die sich gut betreut und behandelt fühlen, deutlich besser mit einer Fehlgeburt zurecht. Aber solche Angebote gibt es viel zu selten.
 
Rahel und Adrian haben 4 Fehlgeburten erlebt. Zuletzt Xavier: Sein Herz hörte in der 22. Schwangerschaftswoche auf zu schlagen. Von Anna Margareta Neff Seitz begleitet, Hebamme und Leiterin der Fachstelle kindsverlust.ch, entschied das Paar, die natürliche Geburt abzuwarten, um in Ruhe Abschied zu nehmen. Sie haben den Mut nicht verloren. Im April kam Rahel und Adrians Tochter Salome gesund auf die Welt.
 
Auch Julia war guter Hoffnung – sie verlor ihren Sohn in der siebzehnten Schwangerschaftswoche. In einem speziellen Rückbildungskurs mit anderen betroffenen Frauen fand sie eine Schicksalsgemeinschaft, die dabei half, das Erlebte zu verarbeiten.
 
Ein «NZZ Format» über den Mut, offen über das Tabuthema zu sprechen und so den Umgang damit zu verändern.

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