«Ausgesprochen unausgesprochen» Artikel Coopzeitung 3. Juli 2025
Der Coop-Artikel vom 3. Juli 2025 widmet sich dem Thema «Tabus in unserer Gesellschaft». Die Autorin geht dabei auch auf ein Tabu ein, das uns als Fachstelle kindsverlust.ch besonders betrifft: der frühe Tod eines Kindes. Fachstellenleiterin Anna Margareta Neff Seitz und ein betroffenes Elternpaar kommen zu Wort.
In der breiten Öffentlichkeit ist der Tod eines Kindes noch immer schwer auszusprechen. Besonders dann, wenn es kein öffentliches Begräbnis gab, keine sichtbaren Rituale oder Zeichen der Trauer. Auch heute wird der Kindsverlust oft verschwiegen – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Hilflosigkeit, Unsicherheit oder Angst, etwas Falsches zu sagen.
Anna Margareta Neff Seitz beschreibt, wie die fehlende gesellschaftliche Verarbeitung und der Umgang mit schmerzhaften Gefühlen dazu führen, dass betroffene Familien mit ihrer Trauer zu oft allein bleiben. Salomé und Mike Marques-Wörner, deren Tochter Joline kurz nach der Geburt gestorben ist, kennen diese Einsamkeit. Sie erzählen in diesem Beitrag sehr berührend von ihrem Weg – von ihrer bewussten Entscheidung für eine palliative Geburt bis hin zu ihrem Umgang mit der Trauer. Ihr offenes Sprechen über den Tod ihrer Tochter hilft mit, dieses Tabu aufzubrechen.
Wir danken der Redaktion der Coopzeitung sowie der Familie Marques-Wörner herzlich für diesen wichtigen Beitrag. Er zeigt eindrücklich, wie entlastend es sein kann, wenn das Unsagbare einen Platz bekommt – und dass es möglich und hilfreich ist, offen über den Tod eines Kindes zu sprechen.



