«Meine Welt war angehalten», Erfahrungsbericht und Interview zum Thema Fehlgeburt im Anzeiger von Saanen, 14. April 2026
Im Anzeiger von Saanen erzählt Tanja Lama von ihrem Weg als Mutter: vom langen Kinderwunsch, von mehreren Fehlgeburten, von der Geburt ihres Sohnes Joel und von Hannah, die in der 17. Schwangerschaftswoche tot zur Welt kam. Sie beschreibt, was der Tod ihrer Tochter für sie, ihren Mann und ihren Sohn bedeutet und welche Formen von Unterstützung in dieser Zeit wichtig waren: Menschen, die da bleiben, Hannah beim Namen nennen und anerkennen, dass die Eltern auch nach dem Tod ihres Kindes Mutter und Vater bleiben.
Anne Siegenthaler, Verantwortliche Beratungsdienst kindsverlust.ch und Hebamme, ordnet im begleitenden Interview fachlich ein. Sie spricht darüber, warum der frühe Tod eines Kindes noch immer oft ein Tabuthema ist, was betroffene Familien vom Umfeld brauchen und wo sie Unterstützung erhalten können. Sie macht deutlich: Trauer ist individuell und braucht Zeit. Hilfreich sind aufrichtige Anteilnahme, konkrete Unterstützung im Alltag und das Bewusstsein, dass das gestorbene Kind Teil der Familie bleibt.



