4. Interprofessionelle Fachtagung Perinataler Kindstod
«Wenn ein (ungeborenes) Kind stirbt»
Mit grosser Dankbarkeit blicken wir auf die interprofessionelle Fachtagung „Wenn ein (ungeborenes) Kind stirbt – Begleiten und Kommunizieren mit Eltern in der Krise“ zurück, die am 30. Oktober 2025 im Campussaal Brugg-Windisch stattfand. Gemeinsam mit um die 300 Fachpersonen aus Geburtshilfe, Neonatologie, Psychologie, Trauerbegleitung, Seelsorge, Palliative Care, Ethik und weiteren Disziplinen widmeten wir uns einen Tag lang den vielfältigen Herausforderungen und Themen rund um den frühen Tod eines Kindes.
Die Teilnehmenden erhielten dabei wertvolle Impulse zu systemischen und bindungsorientierten Begleitansätzen, hörten die persönliche Geschichte von Anna-Julia und Micha über Schwangerschaft, Geburt und Tod ihres Sohnes Jonathan, und reflektierten organisationsethische Fragen, wie Betreuungsnetze Betroffenen Halt geben können. Auch die professionelle Kommunikation stand im Zentrum: Das Überbringen schwerwiegender vorgeburtlicher Befunde und der Umgang mit Kindern, die in ihrer Familie Krankheit, Sterben und Tod erleben, wurden ebenso thematisiert wie integrierte Gesundheitsmodelle, die Familien Orientierung und Klarheit bieten.
Das Programm wurde durch Workshops bereichert, in denen diese Schwerpunkte vertieft und um weitere Perspektiven erweitert wurden – von der Krisenbegleitung für Eltern und Geschwister über seelsorgerische Unterstützung bis hin zur Rolle von interdisziplinären Care-Teams.
Austausch, Begegnungen, künstlerische Beiträge und die Infostände der Austeller:innen gaben dem Tag zusätzliche Tiefe.
Herzlichen Dank an alle, die mit ihrem Referat, Beitrag, ihrer Teilnahme oder freiwilligen Mitarbeit unsere Fachtagung ermöglicht haben. Danke an alle Teilnehmenden für Ihr zahlreiches Kommen! Danke an alle Dozent:innen und Referent:innen welche zur Selbstreflexion anregten. Danke an alle freiwilligen Helfer*innen – ohne euch wäre diese Fachtagung so nicht möglich gewesen!
Mit sehr viel Dankbarkeit und Erfüllung blicken wir zurück. Einmal mehr sind wir beeindruckt von der Fülle an Begegnungen, Inputs und Diskussionen, die diese Tagung ermöglicht hat.
Die Geschichte von Jonathan und seinen Eltern Anna-Julia und Micha.
Text von Willi Näf.


