„Halt finden nach einer Fehlgeburt“ Interview im dropa vom 23. Mai 2025
Fehlgeburten treten häufig auf, meist bis zur achten oder neunten Schwangerschaftswoche. In der Schweiz sind etwa ein Viertel bis Fünftel aller schwangeren Frauen betroffen. In den meisten Fällen gibt es keine klare Ursache, und es ist wichtig für Betroffene, das zu verstehen.
Im Interview erklärt Fachstellenleiterin Anna Margareta Neff Seitz, wo betroffene Eltern Halt finden und wieder Zuversicht schöpfen können.
Viele Frauen fühlen sich nach einer Fehlgeburt alleingelassen, da sie ihr Umfeld oft noch nicht über die Schwangerschaft informiert hatten. Vom ersten Moment an besteht jedoch eine Verbindung zum ungeborenen Kind, was den Verlust besonders schmerzhaft macht. Es braucht Zeit, den ersten Schock zu verarbeiten. Es gibt kein Weiterleben ohne das verstorbene Kind, sondern es gibt ein Weiterleben mit dem verstorbenen Kind.
Das Willkommenheissen und ein bewusster Abschied des verstorbenen Kindes, kann helfen, das Erlebte in die eigene Lebensbiografie zu integrieren. Das Umfeld kann unterstützen, indem es die Erfahrung anspricht und kleine Gesten der Verbundenheit zeigt. Hebammen begleiten auch nach einer Fehlgeburt und können eine wichtige Unterstützung bieten.



